Lexikon

Schleiermacher

Schleiermacher, Friedrich Daniel Ernst
Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher
Friedrich Daniel Ernst, deutscher evangelischer Theologe und Philosoph, * 21. 11. 1768 Breslau,  12. 2. 1834 Berlin; 1804 Professor in Halle, 1809 Prediger, 1810 auch Professor in Berlin. Erzogen im Geist des Herrnhuter Pietismus, philosophisch beeinflusst von Platon (dessen Werk er übersetzte), Spinoza, Kant, Fichte und Schelling, wurde Schleiermacher auf dem Boden der Romantik (enge Beziehungen zu den Brüdern Schlegel) und in Gegnerschaft zur Aufklärung zu einem wichtigen Vertreter des deutschen Idealismus. Er brachte im Zusammenhang mit seiner Religionsphilosophie eine eigenständige Ethik („Sittenlehre“ 1803) hervor und schuf die Grundlage der wissenschaftlichen Hermeneutik.
Schleiermacher war der bedeutendste evangelische Theologe des 19. Jahrhunderts. Er begründete die Religion nicht in der Metaphysik oder Moral (wie Orthodoxie und Aufklärung), sondern im „frommen Selbstbewusstsein“ des Menschen, im Gefühl der „schlechthinnigen Abhängigkeit“, in dem das Bewusstsein von Gott mitgesetzt ist. Form und Anschauungen der Religion ergeben sich daraus jeweils geschichtlich, die christliche Religion aus der geschichtlichen Erlösung durch Jesus Christus („Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern“ 1799; „Der christliche Glaube nach den Grundsätzen der evangelischen Kirche im Zusammenhange dargestellt“ 1821/22). Kritische Gesamtausgabe 1980 ff.
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