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Verdanken wir die Teflonpfanne der Raumfahrtforschung?

Chemie im Alltag

Zufallsprodukt: Die Teflonpfanne
Dieser viel zitierte Mythos ist falsch, in Wirklichkeit wurde Teflon 1938 von Roy Plunkett (1910–1994), einem Mitarbeiter des Chemiekonzerns DuPont, entdeckt. 1954 wurde erstmals eine Pfanne mit dem Material beschichtet – in die Raumfahrt gelangte es noch später als Isoliermaterial für Kabel, etwa in den Apollo-Mondlandekapseln. Dass die Entdeckung dieses Polymers der Raumfahrtforschung zugeschrieben wurde, liegt wohl an dem allgemeinen großen Aufsehen, das 1969 die erste Mondlandung und alles, was damit zu tun hatte, erregte. Im selben Jahr entwickelte der US-amerikanische Chemiker und Industrielle Bob Gore durch Erhitzen und Strecken aus Teflon ein heute fast noch bekannteres Material: das Kunstgewebe Gore-Tex®, eine wasserfeste Membran, die jedoch für Wasserdampf durchlässig ist. Sie wird u. a. für wetterfeste Bekleidung oder künstliche Arterien eingesetzt. Einige Jahre nach seiner Erfindung wurde Gore-Tex® auch für die Herstellung von Raumanzügen verwendet. Heute kommt das fluorhaltige Teflon zu neuen Ehren: Als Beschichtung von Glasplatten senkt es deutlich die Anlagerung von Fetten und Stäuben aus der Umwelt.

Übrigens: Plunketts Entdeckung war eher ein Zufallsprodukt. Er hatte eine Flasche mit Fluor enthaltenden Gasen einige Tage auf seinem Schreibtisch stehen lassen. Als er sie wieder inspizierte, hatte sich ein weißes Pulver gebildet: Polytetrafluorethylen.

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aus der wissen.de Redaktion
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