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Das Gehirn im Bauch

Unser Wohlbefinden kommt aus dem Bauch. Wir werden stark von unserer Verdauung beeinflusst - und dieser Einfluss ist größer als es manch einem bewusst ist. Kaum ein anderes Organ hat so unmittelbare Auswirkungen auf Gesundheit und Stimmung wie der Darm, denn er liefert dem gesamten Körper die Energie, die er zum Leben braucht. Tag und Nacht ist er aktiv, um die aufgenommene Nahrung zu verarbeiten, den Körper mit Nährstoffen zu versorgen und den Organismus vor Krankheitserregern zu schützen. Darüber hinaus beherbergt der Verdauungstrakt rund drei Viertel aller Abwehrzellen. Grund genug, dass wir unserem Bauch mit seinem Multitalent die Aufmerksamkeit schenken, die ihm gebürt.

von Melanie Becka, wissen.de

Bauch und Hirn in Kommunikation

 

Darm-Fitness bedeutet Wohlbefinden
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Das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora kann aus den verschiedensten Gründen gestört werden und dadurch unser Wohlbefinden massiv beeinträchtigen. Es folgen Krankheiten, deren Auslöser zum Teil gar nicht mehr erkennbar sind, wie beispielsweise chronische Schmerzsyndrome. Magen-Darm-Probleme werden häufig durch eine gestörte Kommunikation zwischen Bauch- und Kopfhirn verursacht. Denn fast 90 Prozent der Informationen gehen vom Bauch zum Gehirn und nur die verbleibenden 10 Prozent laufen anders herum. Der Bauch informiert also unser Gehirn - und zwar den Teil, der für Stimmungen zuständig ist. Kein Wunder, dass Menschen mit seelischen Problemen häufig auch chronische Darmstörungen haben. Denn die Darmwand produziert Glücksgefühle. Das Glückshormon Serotonin beispielsweise wird größtenteils in den Zellen der Darmschleimhaut produziert.
 

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