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Experiment: Barfuss-Pfad

Birgit Bender

Bei der Vorbereitung
Birgit Bender
Barfuss gehen ist einfach schön. Daher gibt es immer mehr Barfuss-Parks, bei denen du in der warmen Jahreszeit die Schuhe ausziehen und mit deinen Füßen im direkten Kontakt mit der Erde tolles erleben kannst.


Barfuss gehen ist ein erfrischendes Erlebnis: Egal ob aus gesundheitlicher Sicht, wegen des ganzheitlichen Erlebens oder einfach so, aus Spaß.

Doch dafür musst du nicht extra den Weg bis zum nächsten Barfuss-Pfad zurücklegen. Und du musst auch nicht auf gutes Wetter warten. Denn einen solchen Erlebnispfad kannst du dir für draußen oder auch für drinnen selbst gestalten. Probier es einfach aus!


Du brauchst:

  • einige große flache Pappkisten, die du im nächsten Einkaufsmarkt kostenlos bekommst
  • Materialien, wie Heu, runde Kieselsteine, Sand, Erde, Moos, Sägespäne, Papier, Korken, Blätter, Gräser


So geht’s:

Die Vorbereitung

Unser Barfuß-Pfad mit sechs Stationen
Birgit Bender
Fülle beliebig viele der Kisten mit dem Naturmaterial. So werden sie zu „Erlebniskisten“.

Weitere Ideen für verschiedene Füllstoffe sind: Styroporschnipsel, zerknüllte Zeitungen, Erbsen, Watte, Korken, Federn, verschiedene Blätter, Fell, Wolle, Murmeln, Mais, Reis. Du kannst auch eine Wasserschüssel oder ein Trampolin aufstellen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


Zwischen die Erlebniskisten kannst du ganz einfach Stücke von Teppich, Schaumstoff, Fell, Badematten, Zeitungen, Plastiktüten, Fliesen oder Blätter und Blüten legen. Fast alles, was du in Haus und Garten finden und mit Erlaubnis deiner Eltern verwenden kannst, ist möglich.


Doch Vorsicht: Natürlich darfst du in deinem Barfuss-Pfad niemals irgendwelche spitzen, kantigen oder scharfen Gegenstände verwenden, damit sich niemand verletzt! Nimm beispielsweise abgerundete Kieselsteine statt spitzer Steine und auch sonst eher weiche Dinge, die auch du gerne betreten möchtest.


Jetzt geht’s los!

Und, was spürst du?
Birgit Bender
Ist deine Erlebnisrunde komplett? Dann verbinde einem Freund oder einer Freundin die Augen. Nichts mehr zu sehen? Dann beginnt der Rundlauf an einer beliebigen Stelle. Führe deinen Partner einmal im Kreis und lass sie oder ihn alles benennen, worauf die Füße gerade stehen. Wer schwierige Dinge nicht gleich erkennt, darf auch die Hände benutzen.


Dann wird getauscht. Jeder kann ein oder mehrere Male drankommen. Zwischendurch kannst du Kisten vertauschen oder mit neuen Materialien füllen, damit jeder Rundgang eine neue Herausforderung ist. Du wirst dabei feststellen, dass manche Materialien sich ganz anders anfühlen als du vermutest.


Der Grund dafür ist, dass du deine Umgebung mit allen Sinnen wahrnimmst: Sehsinn, Tastsinn, Hörsinn, Geruchs- und Geschmacksinn. Dabei macht der Sehsinn etwa 80 Prozent deiner Wahrnehmung aus. Eben ganz schön viel! Und wenn du Dinge mit verbundenen Augen wahrnimmst, sind die übrigen Sinne gefordert und geschärft. Vielleicht fühlen sich die Korken für den Tastsinn deiner Füße ganz anders an, als du es bei ihrem Anblick erwartet hättest...


Beim Barfuss-Pfad spielt auch dein Hörsinn eine Rolle. Denn du hörst auch, ob du beispielsweise gerade über Kieselsteine oder Blätter läufst. Vielleicht erkennst du sogar zuerst am Geruch, dass deine Füße gerade einen Grasteppich betreten.


Viel Spaß bei dem Erlebnis Barfuss-Pfad!

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