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Welche Werke hat Ovid im Laufe seines Lebens verfasst?

Ovids dichterisches Werk lässt sich in drei Komplexe gliedern: Zu den erotischen Dichtungen zählen die Liebeselegien (»Amores«), in denen er sich spielerisch vom Phänomen der Liebe distanziert und es ironisch kommentiert, sowie »Ars amatoria« (»Liebeskunst«), die formal in der Tradition des Lehrgedichts steht. Ihr galant-frivoler Tonfall soll Ovid die Verbannung durch den konservativ gesonnenen Kaiser Augustus eingebracht haben, man vermutet aber, dass eher die Mitwisserschaft an einem Sittenskandal oder politische Ränke der Grund waren. Die größeren erzählenden Dichtungen umfassen neben den »Metamorphosen« die unvollendeten »Fasti«, eine dichterische Darstellung des römischen Festkalenders, und die »Heroides«, ein fiktiver Briefwechsel mythologischer Heldinnen mit ihren Gatten/Geliebten.

Ab 8 n.Chr. jedenfalls lebte Ovid in Tomis (heute Konstanza) am Schwarzen Meer im unfreiwilligen Exil. Die Werke aus dieser Zeit– »Tristia« (»Klagelieder«) und »Epistulae ex Ponto« (»Briefe vom Schwarzen Meer«) – sind von schwerer Melancholie und tiefer Resignation gekennzeichnet, von der vergeblichen Hoffnung auf eine baldige Rückkehr aus der tristen Grenzprovinz in das strahlende Rom.

Diamante, Vulkanausbruch
Wissenschaft

Vulkane spucken Diamanten

Vor Äonen förderten sogenannte Kimberlite Diamanten aus den Tiefen der Erde. Diese explosive Spielart des Vulkanismus wurde durch das Zerbrechen tektonischer Platten befeuert. von THORSTEN DAMBECK Diamanten sind nicht nur als Schmuck beliebt, sondern verleihen auch Sinnsprüchen ihren Glanz: „Tugend und Laster sind verwand wie...

Jupiter
Wissenschaft

Jupiters heiße Brüder

Astronomen haben außerhalb des Sonnensystems Hunderte Riesenplaneten aufgespürt, die sehr nahe um ihre Heimatsterne kreisen. Wie sind sie dorthin gekommen? von THORSTEN DAMBECK Menschen mit Latein-Kenntnissen wissen: „Dimidium“ bedeutet die Hälfte. Seit einigen Jahren heißt so auch ein Planet, nämlich der 50,6 Lichtjahre...

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