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Erstes Feedback aus der Jury

Seit Anfang April läuft auf wissen.de der 2. Literaturwettbewerb in Kooperation mit dem Magazin BÜCHER. Die User und Leser haben noch bis zum 7. Juni die Chance, ihre Geschichten zum Thema „Wasser“ bei wissen.de einzureichen. Wir haben mit Jens Poggenpohl - Chefredakteur von BÜCHER und Jurymitglied - gesprochen. Eine Zwischenbilanz.

wissen.de: Herr Poggenpohl, das ist der zweite wissen.de-Literaturwettbewerb, bei dem Sie als Jurymitglied dabei sind. Wer nimmt Ihrer Erfahrung nach daran teil? Gibt es bestimmte Charakteristika, z. B. eher Männer oder Frauen, eher ältere oder jüngere Schreiber?

Jens Poggenpohl
VVA
Poggenpohl: Gemessen daran, dass Männer bekanntlich wenig lesen, war ich bei der Premiere vom relativ hohen Männer-Anteil überrascht. Bei den diesjährigen Einsendungen – zumindest bei denen, die ich schon gesehen habe – deutet sich aber eine große weibliche Mehrheit an. Ansonsten erkenne ich eine erfreulich bunte Mischung: Junge und Alte sind dabei, professionelle Autoren wie Amateure.

wissen.de: Welches Genre bevorzugen die Teilnehmer? (Krimi, Liebesgeschichte, Fantasy/Science Fiction…)

Poggenpohl: Gott sei Dank keines! Das wäre auf Dauer ja furchtbar langweilig.

wissen.de: Wie ist die Qualität der Beiträge?

Poggenpohl: Sehr unterschiedlich. Aber das macht nichts, im Gegenteil: Für mich macht das gerade den Charme dieses Wettbewerbs aus. Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen eine Geschichte erzählen wollen.

wissen.de: Was macht eine Geschichte lesenswert?

Poggenpohl: Gute Frage! Und nur subjektiv zu beantworten. Für mich sind Geschichten dann lesenswert, wenn sie mich überraschen, wenn sie meinen Sinn für das, was möglich wäre, schärfen. Das hat weniger mit vordergründiger Spannung zu tun als vielmehr mit der Perspektive und der Atmosphäre. Ich schätze besonders Texte, die dabei ein Risiko eingehen, den Willen zu einer ganz eigenen Sprache verraten.

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