Lexikon

Dreieinigkeit

Dreifaltigkeit; Trinität
das christliche Grundgeheimnis von der einen Natur und den drei Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) in Gott. Dem Vater wird die Schöpfung, dem Sohn die Erlösung, dem Hl. Geist die Heiligung zugesprochen. Die Lehre von der Dreieinigkeit unterscheidet das Christentum am tiefsten vom Judentum und Islam. Sie wurde auf den ökumenischen Konzilen von Nicäa (325) und Konstantinopel (381) als Dogma beschlossen. Nach evangelischer Auffassung wird die Dreieinigkeit im Glauben als Selbsterschließung Gottes erfahren.
In frühchristlicher Zeit wird die Dreieinigkeit nur in Sinnbildern (Hand Gottes, Lamm = Christus, Taube = Hl. Geist) und durch die Dreigestalt in Tier- und Pflanzensymbolik dargestellt; später kommen hinzu das dreifache Kreissymbol (Dreipass) und seit dem Mittelalter das Dreieck. Die figürliche Darstellung der Dreieinigkeit kennt mehrere Typen: 1. die auf Genesis 18,2 beruhende Darstellung von drei einander ähnlichen Männern, 2. Gottvater und Sohn nebeneinander thronend, zwischen ihnen die Taube, 3. der Gnadenstuhl: Gottvater hält das Kreuz mit dem Sohn; die Taube erscheint darüber oder daneben.
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