Lexikon
Treuhandanstalt
eine am 15. 3. 1990 als Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums der DDR (Sitz: Berlin) gegründete Einrichtung, die durch den Einigungsvertrag in eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts unter der Aufsicht des Bundesfinanzministers umgewandelt wurde. Die Aufgaben umfassten Verkauf, Sanierung oder Schließung der rund 8000 volkseigenen Betriebe sowie die Verwaltung volkseigener Güter und des Partei- und Organisationsvermögens der DDR. Die Treuhand wurde 1994 aufgelöst. Nachfolgerin wurde die Bundesanstalt für Vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BVS), die 2000 nach Erfüllung ihrer Aufgaben die operative Tätigkeit eingestellt hat.
Wissenschaft
Moore aus Moosen
Wenn die Wiedervernässung gelingt, sind Moore Kohlenstoffsenken und wertvolle Lebensräume zugleich. von OLIVER ABRAHAM Tiefe Gräben begleiten den Weg ins Amtsvenn-Hündfelder Moor, ihren Grund bedeckt eine trockene, dunkelgrüne Schicht aus getrocknetem Moos. Ein Pegel zeigt mit frisch angetrocknetem Schlamm, dass der Wasserstand...
Wissenschaft
Syphilis existierte schon vor 5500 Jahren in Amerika
Schon vor 5500 Jahren befiel der Syphilis-Erreger frühe Jäger und Sammler in Amerika. Das belegt alte DNA aus menschlichen Fossilien, in der Forschende auf die genetischen Spuren des verantwortlichen Bakteriums gestoßen sind. Näheren Analysen zufolge handelte es sich bei dem damals zirkulierenden Erregerstamm um eine Linie, die...