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LEXIKON

Altkatholiken

selbständige katholische Kirchengemeinschaft, die sich von der römisch-katholischen Kirche trennte. Protestbewegung gegen die auf dem 1. Vatikanischen Konzil 1870 verkündete Unfehlbarkeit des Papstes, aus der die altkatholische Kirche hervorging. 1889 schlossen sich die meisten altkatholischen Kirchen in der Utrechter Union zusammen. Die Altkatholiken lehnen auch Ohrenbeichte und Priesterzölibat ab; das Abendmahl darf in beiderlei Gestalt gereicht werden. Seit 1994 werden auch Frauen zu Priesterinnen geweiht (erste deutsche Priesterin 1996). Die altkatholischen Kirchen besitzen weltweit ca. 6,4 Mio. Mitglieder, davon in Deutschland rund 26 000; der deutsche Bischofssitz ist Bonn. In Österreich hat die altkatholische Kirche ca. 14 000 Mitglieder, in der Schweiz, wo sie unter dem Namen Christkatholische Kirche firmiert, ca. 13 000 Mitglieder. Besondere Beziehungen bestehen zu den anglikanischen und orthodoxen Kirchen.
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