Lexikon
Anthroposophie
[
griechisch „Menschenweisheit“
]von R. Steiner 1912 begründete, aus der Theosophie hervorgegangene, christlich orientierte Weltanschauung, die den Anspruch auf wissenschaftliche Erforschung der übersinnlichen Welt erhebt. Neben spekulativ-mystischen Elementen sind in der Anthroposophie vor allem Goethes Naturauffassung und die idealistische Geistlehre (Wirklichkeit als stufenweise Selbstoffenbarung des Geistes) eingegangen, aus der auch die Reinkarnation des menschlichen Geistes abgeleitet wird. Die Anthroposophie versucht eine umfassende Deutung aller Natur- und Kulturbereiche sowie eine freiheitliche und ganzheitliche Lösung der politischen und wirtschaftlichen Probleme der Gegenwart. Sie nahm Einfluss auf die ganzheitliche Medizin und kreativ therapeutische Verfahren (z. B. Musiktherapie). Als geistiges Zentrum der anthroposophischen Bewegung gründete Steiner das Goetheanum, eine freie Hochschule für Geisteswissenschaft, in Dornach bei Basel. Ein weiteres Zentrum anthroposophischer Arbeit ist die 1982 gegründete Privatuniversität Witten-Herdecke. Von pädagogischer Bedeutung sind die Waldorfschulen.
Wissenschaft
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Auf dem Roten Planeten schwankt die Ausdehnung der eisbedeckten Polkappen im Takt der Jahreszeiten. Die Wassereismassen sind ein Archiv für vergangene Klimazyklen. von THORSTEN DAMBECK Unter den acht Planeten im Sonnensystem gilt der Mars als besonders erdähnlich. Schon 1781 äußerte William Herschel die Vermutung, dass die im...
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Strom ohne Widerstand: Wann ist es so weit?
Strom aus der Leitung ist sehr praktisch. Aber leider kommt nicht aller Strom, der im Kraftwerk in die Leitung eingespeist wird, auch bei uns an. Selbst die besten Kabel haben einen elektrischen Widerstand, sodass beim Transport des Stroms Energie verloren geht – die meiste davon in Form von Wärme. Das jedoch könnte sich bald...