Lexikon
Armbrustschießen
der Schießsport mit der Armbrust, einer aus dem Bogen entwickelten Schusswaffe für Bolzen (auf Hochziele) u. Pfeile (auf Scheiben); die 9–10 kg schwere Sportwaffe besteht aus einem Holzschaft mit Kolben u. Drücker, einem Bügel aus elastischem Federstahl (Zuggewicht bis 150 kg), einer Stahlsehne, der Pfeilbahn mit Schlitten u. dem Visier. – Schützengilden, die das A. pflegten, bildeten sich im 14. Jh. Heute wird A. bes. in Süddeutschland u. der Schweiz ausgeübt. Bei internationalen Wettbewerben wird auf eine 20×20 cm große Ringscheibe, Entfernung 30 m, stehend (30 Schuss) u. kniend (30 Schuss) freihändig geschossen. Europameisterschaften werden alle zwei Jahre ausgetragen.
Die Armbrustschützen Deutschlands sind im Dt. Schützenbund organisiert, die österr. im Österr. Schützenbund. – In der Schweiz gibt es den Eidgenöss. Armbrust-Schützenverband, Diessenhofen. – Die Internationale Armbrustschützen Union, Abk. IAU, gegr. 1956, Sitz: Vaumarcus, hat 56 nationale Verbände als Mitglieder.
Wissenschaft
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