Lexikon
Atọmstrahl
Strahl aus elektrisch neutralen Atomen, der beim Austritt eines (erhitzten) Gases oder Dampfes aus einem geschlossenen Gefäß durch eine feine Öffnung in ein Vakuum entsteht. Atomstrahlen erlauben die Untersuchung physikalischer Eigenschaften einzelner Atome.
Die Atomstrahlresonanzmethode dient zur Bestimmung des magnetischen Moments von Atomkernen: Der Atomstrahl durchläuft zuerst ein stark inhomogenes Magnetfeld, in dem der Strahl abgelenkt wird, danach einen Bereich, in dem ein konstantes homogenes und hochfrequentes Magnetfeld auf den Atomstrahl wirkt, und schließlich ein zweites inhomogenes Feld, das im Normalfall die Ablenkung des ersten Felds rückgängig macht. Wenn die Frequenz des hochfrequenten Felds übereinstimmt (in Resonanz steht) mit der Frequenz der Präzession, die die magnetischen Momente im homogenen Feld ausführen, so wird der Atomstrahl so beeinflusst (Einstellungsänderungen der Momente), dass das zweite Feld die Ablenkung durch das erste nicht mehr rückgängig machen kann. Diese Methode erlaubt sehr genaue Messungen.
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