Lexikon

Bahrain

Geschichte

Bahrain war bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. besiedelt und im Altertum unter dem Namen Dilmun wichtiger Umschlagplatz für den Handel der Sumerer. Im 7. Jahrhundert n. Chr. eroberten Araber die Inseln. Damit setzte die Islamisierung ein. Um 1520 besetzten die Portugiesen die Inselgruppe, 1602 die Perser. 1783 übernahm die bis heute herrschende Familie der sunnitischen Al Khalifa die Macht in Bahrain. Im 19. Jahrhundert machten die Briten es zum Protektorat. Nach der Unabhängigkeitserklärung 1971 wurde Bahrain Mitglied der Arabischen Liga. 1975 löste der Emir das Parlament auf und suspendierte die Verfassung. Aufgrund wachsenden innenpolitischen Drucks seitens der schiitischen Bevölkerungsmehrheit stimmte Hamad Ibn Isa Al Khalifa, seit 1999 Herrscher über Bahrain, einem Reformprogramm zu. Durch die Verfassungsrevision 2002 wurde der Emir zum König des Landes. Bei den Parlamentswahlen 2006 und 2010 gewann die schiitische oppositionelle Gruppierung INAA die meisten Mandate. 2011 forderten vor allem schiitische Demonstranten demokratische Reformen, bei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften gab es mehrere Todesopfer. Bahrain bat den Golfkooperationsrat (GCC) um Unterstützung. Saudi-Arabien entsandte am 15. 3. 2011 über 1000 Soldaten, um die Sicherheitskräfte Bahrains zu unterstützen. Gleichzeitig verhängte der König den Ausnahmezustand (am 1. 6. 2011 aufgehoben).
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
  3. Bevölkerung
  4. Staat und Politik
  5. Wirtschaft
  6. Geschichte
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