Daten der Weltgeschichte
67 v. Chr.
Mittelmeer/Rom
Gnaeus Pompeius erhält eine außerordentliche Befehlsvollmacht („Imperium extraordinarium“) zur Bekämpfung von Seeräuberbanden im Mittelmeer. Normalerweise sind die Befehlsgewalten über römische Legionen sowohl zeitlich wie räumlich begrenzt, um die Macht der Feldherren einzuschränken. Der erfolgreiche Seeräuberkrieg durchbricht diese Tradition und schafft einen Präzedenzfall, der in der unbeschränkten Befehlsgewalt ein Instrument schafft, das entscheidend zur Beseitigung der republikanischen Ordnung beiträgt. Bereits im folgenden Jahr erhält Pompeius erneut weit reichende Vollmachten im Krieg gegen Mithridates VI. von Pontos.
Für die Lebenden und die Toten
Kolossale Gräber und Kultstätten dienten der Ahnenverehrung und sind Manifeste der neolithischen Kultur. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Auf einem Hochplateau im Süden Maltas befindet sich der jungsteinzeitliche Tempelkomplex Hagar Qim (stehender Felsen). Hier gibt es keine eckigen Grundrisse und geraden Mauern, wie man es von...
Spurensuche aus der Luft
Luftbildarchäologen halten Ausschau nach verräterischen Merkmalen etwa in Getreidefeldern, um verborgene Baureste aufzuspüren. Dabei profitieren sie von den Effekten des Klimawandels. von ROLF HEßBRÜGGE Wenn Ronald Heynowski auf den Soziussitz der kleinen Ikarus- C42-Propellermaschine klettert, nimmt er neben einer...