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Wie weitete sich die Demokratiebewegung aus?

In der Tschechoslowakei gingen Ende 1989 Hunderttausende auf die Straßen (»Sanfte Revolution«). Die Oppositionsbewegung unter Führung der Bürgerrechtsgruppe Charta 77 rief zum Generalstreik auf. Regierung und Präsident traten zurück. Václav Havel, einer der führenden Köpfe der Charta 77, wurde erster nichtkommunistischer Staatspräsident. Im Juni 1990 gab es die ersten freien Parlamentswahlen seit 1946.

In Rumänien wurde Diktator Nicolae Ceauşescu im Dezember 1989 hingerichtet, und eine »Nationale Rettungsfront« unter Führung des einstigen Kommunisten Ion Iliescu übernahm die Regierungsgewalt. Die innere Demokratisierung kam jedoch am Anfang nur zögernd voran.

Die Sowjetunion löste sich »von den Rändern her« auf. Die ersten Staaten, welche die Wiederherstellung ihrer einstigen Unabhängigkeit forderten, waren die drei baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen. Gegen diese Bestrebungen ging die Sowjetregierung in Lettland und Litauen noch mit militärischer Gewalt vor. Doch konnte die Zentralmacht die Absetzbewegungen nicht mehr aufhalten. An die Stelle der UdSSR trat Ende 1991 die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), ein loser Staatenbund, dem sich elf ehemalige Sowjetrepubliken anschlossen.

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