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LEXIKON

Benchmarking

[
ˈbɛntʃ-; das; englisch
]
wettbewerbswirtschaftliches Analyseinstrument zum Vergleich von Produkten, Dienstleistungen und Herstellungsmethoden sowie Leistungsunterschieden einzelner Unternehmen, Organisationen und technischer Systeme. Ziele sind Ermittlung der Ursachen von Wettbewerbsnachteilen und deren Beseitigung sowie die Steigerung der Leistungsfähigkeit. Benchmarking findet Anwendung bei technischen Systemen z. B. der IT-Branche, in Wirtschaft, Verwaltung, bei öffentlichen Dienstleistern, z. B. im Gesundheitswesen, Schulwesen (PISA-Studie), in Politik (z. B. Umweltpolitik) u. a. In der Europäischen Union wird Benchmarking seit 1996 als Methode angewandt, um die Leistungskraft der einzelnen Arbeitsmärkte der EU-Länder zu vergleichen. Dabei sollen Schwächen einzelner Mitgliedstaaten offengelegt und die jeweiligen Regierungen in die Lage versetzt werden, dringend benötigte Reformen durchzuführen. Bezugswert eines Benchmarking-Verfahrens ist der Benchmark, die Vergleichsgröße zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit, z. B. der Leistungsstandard eines Computersystems (Benchmark-Test) oder eines Aktienfonds gemessen z. B. am Benchmark DAX®.
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