Lexikon
Bundesgenossenkrieg
die Erhebung der minderberechtigten italischen Verbündeten Roms 91–89 v. Chr.; sie forderten Verleihung des römischen Bürgerrechts, das ihnen von den Volkstribunen G. S. Gracchus (122 v. Chr.) und M. L. Drusus (91 v. Chr.) versprochen, vom Senat aber verweigert worden war. Die Aufständischen erhoben die Stadt Corfinium (östlich des Fuciner Sees) zur Hauptstadt Italia, setzten einen eigenen Senat und eigene Beamte ein und prägten eigene Münzen. Der Bundesgenossenkrieg war für Rom der gefährlichste Krieg seit dem Einfall Hannibals in Italien; der Konflikt konnte nach mehreren Niederlagen im Jahr 90 v. Ch. nur durch die schrittweise Verleihung des Bürgerrechts an einzelne Gruppen der Bundesgenossen und damit deren Spaltung eingedämmt werden. Mit einem Aufgebot von bis zu 14 Legionen wurde der B. durch Sulla Ende 89 v. Chr. (Fall von Asculum) beendet; durch die lex Pompeia erhielten alle Italiker südlich des Po das römische Bürgerrecht, die Bundesgenossen nördlich des Po das latinische Recht.Samniten.
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