Lexikon
Coriọlis-Kraft
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nach dem Entdecker G. G. Coriolis
]Trägheitskraft, die neben der Führungs- und der Zentrifugalkraft in einem rotierenden System auf einen sich bewegenden Körper einwirkt. Die Coriolis-Kraft steht senkrecht auf der Ebene, die von der Drehachse und dem Geschwindigkeitsvektor gebildet wird. Praktische Folgen: Aus einem Hochdruckgebiet ausströmende Winde werden auf der Nordhalbkugel nach rechts abgelenkt und umwehen sie im Uhrzeigersinn; in Tiefdruckgebiete einströmende Winde umkreisen diese im Gegenuhrzeigersinn. Vom Norden kommende Kaltluft erreicht uns als östliche Windströmung, südliche Warmluft dagegen als westlicher Wind. Diese Verhältnisse kehren sich auf der Südhalbkugel um (Windgesetz von Buys-Ballot). Das strömende Wasser in Flüssen auf der sich drehenden Erde erfährt eine Coriolis-Kraft nach einer Seite hin; die Erosion ist im Allgemeinen am einen Flussufer stärker als am anderen, auf der Nordhalbkugel am rechten, auf der Südhalbkugel der Erde am linken Ufer. Auch Meeresströmungen werden entsprechend abgelenkt.
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