Lexikon
Curạre
[
indianisch
]ein Pfeilgift, das die südamerikanischen Indianer im Stromgebiet des Orinoco und Amazonas aus der Rinde verschiedener Strychnos- und Chondodendron-Arten gewinnen. Curare wirkt, wenn es direkt in die Blutbahn gelangt, unmittelbar lähmend auf die Muskulatur, indem es die Erregungsleitung zwischen Nerven und Muskelzellen blockiert. Der Tod tritt durch Lähmung der Atemmuskulatur ein. Wirkstoffe sind u. a. die Alkaloide Curarin, Toxiferin und Tubocurarin. In der Medizin werden Abkömmlinge des Curare zur Muskelerschlaffung bei Operationen verwendet.
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