Lexikon

Drehleier

ein Streichinstrument, dessen Saiten mittels mechanischer Vorrichtungen gegriffen und gestrichen werden: Über einem Schallkörper in Fidel- oder später Lautenform mit angesetztem Wirbelkasten laufen eine oder zwei Melodie- und zwei bis vier Bordunsaiten so angeordnet, dass alle gleichzeitig von einem Streichrad zum Tönen gebracht werden. Dieses wird durch eine Kurbel unten an der Drehleier in Umdrehung gehalten. Die Verkürzung der Melodiesaiten erfolgt durch Tangenten, die mittels Tasten gegengedrückt werden. Drehleiern sind seit dem 10. Jahrhundert bekannt, im 15.17. Jahrhundert sanken sie zum Bettlerinstrument ab. Im 18. Jahrhundert erlebte die Drehleier als Vielle bei den Franzosen eine neue Blüte und wurde technisch erheblich verbessert; u. a. komponierte J. Haydn für sie. Im 19. Jahrhundert verlor die Drehleier wieder an Bedeutung.
Humanoide Echse in Anzug mit Aktentasche, steht aufrecht vor blauem Hintergrund, Text:
Wissenschaft

Moderne Sisyphusse

Experimentelle Forschung braucht Geld. Manchmal viel Geld. Wenn man als Wissenschaftler an einem nicht industriellen Forschungsinstitut arbeitet – also beispielsweise einer Universität oder einem Max-Planck-Institut –, spendieren hierzulande in aller Regel steuerfinanzierte Fördergeber wie das Bundesforschungsministerium, die...

Foto einer Japanischen Hausfledermaus
Wissenschaft

Wie MERS-ähnliche Fledermausviren in menschliche Zellen eindringen

Viele gefährliche Viren sind ursprünglich aus dem Tierreich auf Menschen übergesprungen. Um zukünftige Risiken durch solche Erreger besser abschätzen zu können, hat ein Forschungsteam nun für zahlreiche Viren untersucht, an welche Rezeptoren sie binden und ob sie potenziell menschliche Zellen infizieren können. Der Fokus der...

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon