Lexikon
Drehleier
ein Streichinstrument, dessen Saiten mittels mechanischer Vorrichtungen gegriffen und gestrichen werden: Über einem Schallkörper in Fidel- oder später Lautenform mit angesetztem Wirbelkasten laufen eine oder zwei Melodie- und zwei bis vier Bordunsaiten so angeordnet, dass alle gleichzeitig von einem Streichrad zum Tönen gebracht werden. Dieses wird durch eine Kurbel unten an der Drehleier in Umdrehung gehalten. Die Verkürzung der Melodiesaiten erfolgt durch Tangenten, die mittels Tasten gegengedrückt werden. Drehleiern sind seit dem 10. Jahrhundert bekannt, im 15.–17. Jahrhundert sanken sie zum Bettlerinstrument ab. Im 18. Jahrhundert erlebte die Drehleier als Vielle bei den Franzosen eine neue Blüte und wurde technisch erheblich verbessert; u. a. komponierte J. Haydn für sie. Im 19. Jahrhundert verlor die Drehleier wieder an Bedeutung.
Wissenschaft
Wasserverteilung in Flüssen hat sich verändert
Flüsse tragen entscheidend zur Wasserversorgung in weiten Teilen der Welt bei. Zugleich können sie bei Überschwemmungen zur tödlichen Gefahr werden. Eine Studie hat nun für alle rund 2,9 Millionen Flüsse weltweit kartiert, wie sich ihre Durchflussmenge seit 1984 entwickelt hat. Die Ergebnisse sind den Forschenden zufolge...
Wissenschaft
Der Friedhof der Raumschiffe
Unbemannte Raumschiffe werden kontrolliert zurück zur Erde gesteuert. Viele davon landen im Meer rund um „Point Nemo“ im Südpazifik. Doch die Objekte dorthin zu navigieren, wo ihr Absturz keine Menschen gefährdet, ist schwierig. Daher proben Forscher das Flugmanöver vorab im Labor. von KATJA MARIA ENGEL Kurz nur, mitten im...
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Die Rätsel des Weißen Trüffels
Das große Sterben
Eine neue Art des Magnetismus
Für die Lebenden und die Toten
Wenn Satelliten Luft atmen
Weizen trotzt Trockenheit