Lexikon
Embryonạlhüllen
Eihäute; Eihüllen; Fruchthüllendie in der Entwicklung der Amniontiere (Amnioten: Reptilien, Vögel, Säuger) auftretenden Hüllen, die den Embryo einschließen: das Amnion (Schafhaut), die innere Embryonalhülle, die die Amnionhöhle bildet, in der der Embryo im Amnionwasser (Fruchtwasser, Liquor amnii) schwimmt, und die Serosa, die äußere Eihülle. Sie wird bei den höheren Säugetieren, Plazentatieren, Placentalia, zu einem Organ der Embryonalernährung, zur Zottenhaut, Chorion, die mit der Gebärmutterwand (Uterus) die Plazenta, den Mutterkuchen, bildet. Bei Säugetieren mit Ring- oder Scheibenplazenta (Plazenta) verwächst der oberflächliche Teil der Gebärmutterschleimhaut, die sog. hinfällige Haut, Decidua, so fest mit der Zottenhaut, dass er mit den Embryonalhüllen zusammen nach der Geburt ausgestoßen wird (Nachgeburt). Die aus den Embryonalhüllen gebildete Blase wird auch als Fruchtblase bezeichnet, die Frucht, Embryo, und Fruchtwasser umschließt.
Wissenschaft
Schwierige Komplexität
Es gibt Begriffe, die fristen ein schwieriges Dasein in der Biologie. Einer davon ist „Komplexität“. Die Crux fängt schon damit an, wie man die Komplexität von Lebewesen definieren soll. Oder anders gefragt: Anhand welcher Kriterien lassen sich Lebewesen im Grad ihrer Komplexität unterscheiden? Stephanie Keep vom US-...
Wissenschaft
Explosive Altlasten
In Nord- und Ostsee lagern riesige Mengen an Weltkriegsmunition – eine wachsende Gefahr für Menschen und Umwelt. Forscher und Spezialunternehmen entwickeln Techniken, um die Altmunition unschädlich zu machen. von HARTMUT NETZ Die eben noch glatt daliegende See reißt plötzlich auf. Eine gewaltige Fontäne schießt in die Höhe,...