Lexikon
Fibrinolỵtika
[Singular -kum; lateinisch + griechisch]
Mittel, die bereits geronnenes Blut wieder zur Auflösung bringen. Der Körper selbst ist durch das Enzym Fibrinolysin befähigt, das bei der Blutgerinnung entstandene Fibrin wieder aufzulösen. Fibrinolytika sind Medikamente, die dieses körpereigene Enzym aktivieren, so z. B. Streptokinase, gewonnen aus einer Bakterienkultur von Streptokokken, oder Urokinase, gewonnen aus Urin; diese haben (zur leichteren Ausbreitung im entzündeten Gewebe) die Fähigkeit, Fibrin aufzulösen. Mit Hilfe der Gentechnik kann man spezifische Fibrinolytika herstellen, etwa den Gewebsplasminogen-Aktivator (t-PA) oder die Pro-Urokinase (Saruplase), die Fibrin nur am Ort des Geschehens spalten. Anwendung: bei entzündlichen Ergüssen, Verklebungen, Thrombosen, Embolien, Herzinfarkt.
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