Lexikon
Gardner
Ava, US-amerikanische Filmschauspielerin, * 24. 12. 1922 Grabtown, N. C., † 25. 1. 1990 London; galt in den 1950er Jahren als „die Venus des 20. Jahrhunderts“; Filme: „Rächer der Unterwelt“ 1946; „Mississippi-Melodie“ 1951; „Schnee am Kilimandscharo“ 1952; „Mogambo“ 1953; „Die barfüßige Gräfin“ 1954; „Das war Roy Bean“ 1972.
Gardner, Ava und Sinatra, Frank
Ava Gardner und Frank Sinatra
Ava Gardner (rechts) und Frank Sinatra
© Corbis/Bettmann/UPI
- Deutscher Titel: Schnee am Kilimandscharo
- Original-Titel: SNOWS OF KILIMANJARO
- Land: USA
- Jahr: 1952
- Regie: Henry King
- Drehbuch: Casey Robinson, nach einer Novelle von Ernest Hemingway
- Kamera: Leon Shamroy
- Schauspieler: Gregory Peck, Susan Hayward, Ava Gardner, Hildegard Knef, Leo G. Carroll
Der Großwildjäger und Schriftsteller Harry (Gregory Peck) liegt schwerkrank in der afrikanischen Wildnis und lässt in Fieberfantasien sein unruhiges Leben an sich vorbeiziehen. Er erinnert sich an seine Zeit in Paris, wo er mit einer Gräfin (Hildegard Knef) liiert war, an seine große Liebe (Ava Gardner), die während des spanischen Bürgerkriegs fiel, und schließlich an seine Frau Helen (Susan Hayward), die ihn aufopferungsvoll pflegt und ihm somit das Leben rettet.
Henry Kings Melodram wird zwar nicht zuletzt durch das große Staraufgebot einer der größten Kassenerfolge des Jahres 1952. Kritiker bemängeln jedoch, daß die Hollywood-Inszenierung allein schon wegen des glücklichen Ausgangs bei weitem nicht die Dichte der literarischen Vorlage Ernest Hemingways erreicht. Hemingway lässt seine Kurzgeschichte einen tragischen Ausgang nehmen und den Protagonisten sterben.
- Deutscher Titel: Die barfüßige Gräfin
- Original-Titel: THE BAREFOOT CONTESSA
- Land: USA
- Jahr: 1954
- Regie: Joseph L. Mankiewicz
- Drehbuch: Joseph L. Mankiewicz
- Kamera: Jack Cardiff
- Schauspieler: Ava Gardner, Humphrey Bogart, Edmond O„Brien
In einer Rückblende erzählt Regisseur Dawes (Humphrey Bogart) von seiner Entdeckung der schönen Tänzerin Maria Vargas (Ava Gardner). Sie wird ein großer Filmstar, der auch ihm zu Ruhm verhilft. Dawes bleibt ihr Freund, doch er kann nicht verhindern, dass Maria an ihrem Privatleben scheitert. Als sich nämlich herausstellt, dass ihr Mann, ein Graf, zeugungsunfähig ist, lässt sie sich mit einem anderen ein, um ihm auf diesem Wege einen Stammhalter schenken zu können. Der Graf erschießt sie, als er sie bei ihrem vermeintlichen Ehebruch überrascht.
Mankiewicz’ dialoglastiger Film hat dramaturgische Schwächen und wirkt zum Ende hin sehr konstruiert, doch können Bogart als trinkfreudiger Regisseur und die Gardner als Glamour-Star das Publikum überzeugen.
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