Lexikon
Geldschöpfung
die Vergrößerung der umlaufenden Geldmenge. Man unterscheidet Bargeldschöpfung (Ausgabe von Münzen und Noten durch den Staat bzw. die Notenbank) und Giralgeldschöpfung (Begründung von Sichtguthaben bei den Kreditbanken). Passive Giralgeldschöpfung liegt dann vor, wenn die Initiative zur Giralgeldschöpfung vom Bankkunden ausgeht, indem dieser bei der Kreditbank Bargeld einzahlt und dadurch ein Sichtguthaben begründet. Dagegen spricht man von aktiver Giralgeldschöpfung, wenn die Kreditbank Aktiva erwirbt, die nicht Geld sind. Da eine Überversorgung der Volkswirtschaft zur Inflation, eine Unterversorgung zur Deflation führen kann, ist die Kontrolle der Geldschöpfung eine der wichtigsten Aufgaben der Zentralnotenbank.
Wissenschaft
Spiel(e) des Lebens
Wenn Paris in diesem Sommer im olympischen Goldrausch schwelgt, denkt vermutlich niemand mehr an jene Athleten der Vormoderne, die auf dem Spielfeld getötet und den Göttern geopfert wurden. von ROLF HESSBRÜGGE Das Feld, auf dem über Leben und Tod entschieden wurde, misst rund 135 mal 90 Meter. Unterteilt ist es ähnlich wie der...
Wissenschaft
Ein Einzeller mit Origami-Hals
Nur 40 Mikrometer misst die Mikrobe Lacrymaria olor. Doch wenn das einzellige Lebewesen Beute wahrnimmt, kann es seinen Hals innerhalb von Sekunden auf das 30-fache der eigenen Körperlänge ausfahren. Eine Studie zeigt nun, wie das möglich ist: Demnach ist die Membran am Hals des Einzellers im Ruhezustand auf komplexe Weise...