Lexikon
Giffen-Fall
Giffen-Paradoxdie Erscheinung, dass trotz Preissteigerung die Nachfrage nach einem bestimmten Gut steigt bzw. trotz Preissenkung die Nachfrage sinkt. Erstmalig beobachtete Robert Giffen (* 1837, † 1910) diese Reaktion bei den Beziehern niedriger Einkommen in England während des 19. Jahrhunderts und schilderte sie 1883: Trotz steigenden Brotpreises nahm die Brotnachfrage zu. Hier hatte der gestiegene Preis für das Grundnahrungsmittel Brot zu einer Minderung des Realeinkommens geführt. Bei der damit notwendigen Entscheidung über die Verringerung der nachzufragenden Mengen an Gütern reduzierte man die Nachfrage nach Fleisch und anderen teuren Nahrungsmitteln und verzehrte statt dessen mehr an noch immer relativ billigem Brot.
Wissenschaft
Schlafapnoe-Maske ist nicht bei allen gut fürs Herz
Wer im Schlaf häufig Atemaussetzer bekommt, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um dem entgegenzuwirken, müssen viele Patienten nachts eine sogenannte CPAP-Maske tragen, die sie mit Luft versorgt und verhindert, dass sich ihre Atemwege schließen. Doch kann diese Behandlung wirklich Herzinfarkte, Schlaganfälle...
Wissenschaft
Das Atom der Biologen
Anfang der 1930er-Jahre lauschte ein junger Mann namens Max Delbrück, der 1969 als Empfänger des Nobelpreises für Medizin gefeiert werden sollte, in Kopenhagen der Rede des großen Physikers Niels Bohr, die von „Licht und Leben“ handelte. Bohr machte darin den Vorschlag, man solle in der Biologie das Gleiche versuchen, das in...