Lexikon
Heidegger, Martin: Sein und Zeit
- Erscheinungsjahr: 1927
- Veröffentlicht: Deutsches Reich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Sein und Zeit
- Genre: Philosophische Untersuchung
Mit seiner philosophischen Untersuchung »Sein und Zeit«, die als Band 8 des »Jahrbuches für Philosophie und phänomenologische Forschung« bei M. Niemeyer in Halle erscheint, wird Martin Heidegger (* 1889, † 1976) zum führenden Vertreter der deutschen Existenzphilosophie. Ausgangspunkt Heideggers ist die Frage nach dem Sinn von Sein. Die Seinsfrage untersucht er am Beispiel des Menschen, der sich dadurch auszeichnet, dass er sich auf seine eigene Existenz besinnen kann. Diese ist wesentlich durch die Vergänglichkeit bestimmt: Das Dasein des Menschen ist ein »Sein zum Tode«, sein Verhältnis zur Welt wird mit den Begriffen Sorge, Angst, Gewissen, Schuldigsein bezeichnet. Der Mensch soll durch einen »Sprung« aus der Alltäglichkeit zum »eigentlichen Sein« gelangen. – Das Werk erregt weit über die philosophische Fachwelt hinaus Aufsehen. Viele Menschen sehen sich durch die in diesem Buch ausgedrückten Gedanken in ihrer Grundstimmung erfasst. Die Verwendung eigenwilliger Wortschöpfungen (»Geworfensein«, »Gelichtetheit«) wird zu einer regelrechten Mode.
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