Lexikon
Hirsch-Duncker’sche Gewerkvereine
die ältesten deutschen Gewerkschaften, die vor allem durch ihre liberale Grundhaltung und durch den Selbsthilfegedanken gekennzeichnet waren. Sie lehnten zwar den Streik als gewerkschaftliches Kampfmittel nicht ab, waren aber an einem guten Verhältnis zwischen Unternehmern und Arbeitern interessiert. Die Grundsätze für die Begründung deutscher Gewerkvereine wurden 1868 von M. Hirsch entwickelt. Bereits 1869 wurde der Verband der deutschen Gewerkvereine gegründet, wobei u. a. der Verleger F. Duncker und H. Schulze-Delitzsch mitwirkten. 1932 hatten die Hirsch-Duncker’schen Gewerkvereine rund 600 000 Mitglieder. 1933 wurde ihre Tätigkeit gewaltsam beendet.
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