Lexikon
Instịnkthierarchie
Rangfolge der Instinkte. Das Gesamtverhalten eines Tieres lässt sich in zusammenhängende Gruppen gliedern, die wiederum in immer einfachere Verhaltensgruppen zerfallen. Von der Endhandlung aus gesehen, erscheint das Gesamtverhalten wie ein hierarchisch gegliederter Stufenbau. Instinkte der gleichen Stufe können einander hemmen oder fördern. Durch Aktivierung der hohen Instinktstufe werden auch die darunter liegenden aktiviert. So aktivieren z. B. Temperatur- und Umgebungsverhältnisse den Fortpflanzungsinstinkt beim Stichling. Dieser wiederum regt die darunter liegende, unter sich gleichwertige Instinktstufe des Kampf-, Nestbau-, Verpaarungs- und Brutpflegeverhaltens an. Jeder dieser zur Untergruppe gehörenden Instinkte aktiviert wiederum die darunter liegenden; z. B. durch die Aktivierung des Kampfverhaltens wird die Bereitschaft zum Drohen verursacht.
Wissenschaft
Neue Art der Symbiose in der Tiefsee
Die Lebenswelt rund um hydrothermale Schlote und Methanquellen der Tiefsee ist bisher noch kaum erforscht. Jetzt haben Biologen drei neue Arten von Asselspinnen an solchen Tiefseeschloten im Pazifik entdeckt, die eine ungewöhnliche Symbiose eingehen: Sie kultivieren Bakterien auf ihren Körpern, die sich von Methan und Methanol...
Wissenschaft
Frag die Oma
Es gibt nur eine gute Handvoll Säugetiere, bei denen Weibchen nach der Geburt ihres letzten Jungtieres noch lange leben. Von Juliette Irmer Die Menopause ist eine biologische Rarität, die Wissenschaftler seit Jahren Kopfzerbrechen bereitet. Nach heutigem Wissensstand durchlaufen nur sechs von rund 6.000 Säugetierarten das...