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LEXIKON

Jungfrauengeburt

in der Religionsgeschichte eine weit verbreitete Vorstellung, nach der religiös bedeutsame Gestalten (Könige, Heroen, Religionsstifter) nicht auf natürliche Weise von einem Menschen gezeugt worden sind. Die christliche Kirche spricht von der Zeugung Jesu durch den Hl. Geist und von seiner Geburt durch die Jungfrau Maria. Das Neue Testament kennt sowohl die Tradition einer natürlichen Zeugung Jesu durch Joseph als auch die der Jungfrauengeburt, die allerdings nur an zwei Stellen bezeugt ist (Matthäus 1,1825 und Lukas 1,2638). Der Wert dieser Stellen ist zeitbedingt. Für die protestantische Dogmatik ist die Jungfrauengeburt nicht eine zu glaubende, sondern eine als Predigt von der Bedeutung Jesu zu verstehende Aussage. Für die katholische Glaubenslehre dagegen ist die Jungfrauengeburt, nicht zuletzt aus Gründen der Mariologie, wesentlich. Unbefleckte Empfängnis.
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