Wahrig Herkunftswörterbuch

Lied

aus
mhd.
liet,
ahd.
liod, lioth, das auf
germ.
*leuda „Strophe eines Liedes“ beruht; die Herkunft ist nicht eindeutig geklärt, vielleicht liegt eine Parallelbildung zu
lat.
laus „Lob“ vor; die Bedeutung könnte sich über „Lobpreis“ zu „Lied“ entwickelt haben
[Info]
Lied
Wer ein Lied von etwas singen kann, der kennt etwas Unangenehmes aus eigener Erfahrung und weiß davon zu berichten. Lied meinte ursprünglich auch einen öffentlichen Vortrag, in dem man Tatsachen und erworbenes Wissen präsentierte. Dieser konnte, aber musste nicht unbedingt von Saiteninstrumenten musikalisch begleitet werden. Auch die Frage, ob er in Reim oder Prosaform gehalten wurde, spielte keine wichtige Rolle. Unser heutiges Verständnis des Wortes entwickelte sich erst später. Zum Repertoire der Berufssänger, zu denen auch die sogenannten Meistersinger des 15. und 16. Jahrhunderts zählten, gehörten Lieder, die von großen Ereignissen berichteten und im 16. Jahrhundert ist die Redensart denn auch erstmals belegt. Ebenfalls mit Unerfreulichem assoziiert ist das Wort Lied in der Redensart das ist das Ende vom Lied „das ist der traurige Ausgang einer Sache“. Mit diesem Ende ist das tatsächlich oftmals traurige Ende alter Volkslieder gemeint. Schon Luther verwendet den Ausdruck in einer ähnlichen Bedeutung. Bei ihm ist das Ende vom Liede die bedauernde Feststellung, dass etwas so ist, wie es leider ist: „und dieses ist das Ende vom Liede, wenn sie es theten oder erleubten. so were es Recht, aber weil wirs thun und erleuben, so ists Unrecht“ (zitiert nach der Jenaer Ausgabe, Band 4, S. 383a).
Meeresboden, Rauch
Wissenschaft

Heiße Flecken in der Tiefsee

In einigen Regionen der Ozeane quillt heißes Wasser aus dem Meeresboden hervor. Diese hydrothermalen Quellen sind nicht nur einzigartige Lebensräume für exotische Tiere und speziell angepasste Mikroorganismen, sondern bergen auch viele von der Industrie begehrte Rohstoffe. von THERESA GUGGOLZ Als ein Team aus französischen und US...

Elektronenwirbel im Graphen
Wissenschaft

Elektronenwirbel im Graphen

In dem zweidimensionalen Kohlenstoffmaterial Graphen verhalten sich Elektronen anders als normal: Sie bewegen sich wie eine Flüssigkeit und können auch Wirbel bilden. Solche Elektronenwirbel im Graphen haben Physiker nun erstmals direkt sichtbar gemacht. Dies gelang ihnen mit Hilfe eines hochauflösenden Quanten-Magnetfeldsensors...

Mehr Artikel zu diesem Thema

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon