Lexikon
Lesotho
Unabhängiges Königreich
1966 erlangte Basutoland als Lesotho die volle Unabhängigkeit. Staatsoberhaupt wurde König Moshoeshoe II. Um einen Sieg der Opposition bei den Wahlen 1970 zu verhindern, verhängte Premierminister Leabua Jonathan (BNP) den Ausnahmezustand und regierte fortan autokratisch. 1986 wurde er vom Militär gestürzt, das Moshoeshoe II. 1990 zum Rücktritt zwang. Neuer König wurde Letsie III., ein Sohn des bisherigen Monarchen. 1993 endete die Militärherrschaft und 1995 kehrte Moshoeshoe auf den Thron zurück. Nach seinem Unfalltod 1996 wurde erneut Letsie König. Die Parlamentswahlen 1998 lösten eine Krise aus: Die Opposition erhob den Vorwurf des Wahlbetrugs und es kam zu blutigen Unruhen. Auf Wunsch der Regierung intervenierten südafrikanische und botswanische Truppen. Nach Verhandlungen verständigten sich Regierung und Opposition auf Neuwahlen für 2002. Dabei wurde die Regierung des seit 1998 amtierenden Premierminister Pakalitha Mosisili (LCD) bestätigt. Auch die vorgezogenen Parlamentswahlen 2007 konnte der durch parteiinterne Streitigkeiten geschwächte LCD für sich entscheiden. Nach den Wahlen 2012 kam es zur Bildung einer Koalitionsregierung. Der ABC-Vorsitzende Thomas Motsoahae Thabane (* 1939) löste Mosisili im Amt des Regierungschefs ab.
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