Lexikon
Mangạnknollen
oxidische Erzablagerungen (2–7 cm Durchmesser) der Tiefsee, die aus kolloidalen, manganhaltigen Lösungen ausfielen. Sie bestehen zu 11–34% aus Mangan. Daneben enthalten sie Eisen, Kupfer, Cobalt, Nickel, Molybdän, Titan u. a. Metalle. Diese Erzvorräte am Meeresboden sind so wertvoll, dass spezielle aufwändige Techniken zu ihrer Bergung entwickelt wurden. Trotzdem bleibt die Bergung ein Zukunftsprojekt, da die derzeitig niedrigen Erzpreise, die großen Wassertiefen und die Entfernung der Manganfelder von der Küste die Manganknollenernte bisher wenig profitabel machen. Doch als Reserve für kommende Generationen werden sie als „gemeinsames Erbe der Menschheit“ von der UN-Meeresbehörde (IMO) verwaltet.
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