Lexikon
Melodrạma
[
Melodramdas; griechisch
]1. die Verbindung von gesprochenem Text mit begleitender, den Ausdruck steigernder Musik. Das von der (so verstandenen) griechischen Tragödie übernommene Melodrama wurde u. a. durch J.-J. Rousseaus „Pygmalion“ 1762 neu belebt. Bekannte Melodramen für die Bühne sind C. M. von Webers „Preziosa“ und R. Schumanns „Manfred“. Daneben enthalten zahlreiche Opern melodramatische Stellen, z. B. „Fidelio“ (Kerker-Szene) oder der „Freischütz“ (Wolfsschlucht-Szene). Auch Balladen und andere Gedichte wurden für die Aufführung im Konzertsaal mit Klaviermusik unterlegt und so zu einer wirkungsvollen Mischform zwischen reiner Dichtung und Lied entwickelt; in der Musik des 20. Jahrhunderts werden zuweilen Sprechtonhöhe und Rhythmus genau notiert. – 2. Bezeichnung für meist triviale Bühnenstücke und Filme, die sich durch extreme Emotionalisierung, stereotype Personenkonstellationen und stark vereinfachende Konfliktlösungen auszeichnen.
Wissenschaft
Superwinde und Sternen-Recycling
Die Untersuchung eines seltenen Planetarischen Nebels gibt Aufschluss über den Massenverlust von Sternen. von DIRK EIDEMÜLLER Der Sternenhimmel erscheint uns unveränderlich. Doch im kosmischen Maßstab wandelt er sich mitunter rasant. Sterne entstehen, wenn sich interstellare Materie verdichtet. Und sie vergehen, wenn sie entweder...
Wissenschaft
»Das Standardmodell der Kosmologie muss korrigiert werden«
Die Physikerin Jenny Wagner über die aktuellen Schwierigkeiten, unser Universum zu verstehen. Das Gespräch führte RÜDIGER VAAS Frau Dr. Wagner, Sie sind Hauptautorin eines umfangreichen Übersichtsartikels in der renommierten Fachzeitschrift Classical and Quantum Gravity. Darin geht es um zahlreiche Beobachtungen, die im...