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LEXIKON

Newman

Paul, US-amerikanischer Schauspieler, * 26. 1. 1925 Cleveland, Ohio,  26. 9. 2008 Westport, Connecticut; nach Erfolgen am Broadway auch auf der Leinwand vielbeschäftigter Charakterdarsteller; Filme: „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ 1958; „Der lange heiße Sommer“ 1958; „Haie der Großstadt“ 1961; „Zwei Banditen“ 1969; „Der Clou“ 1973; „Flammendes Inferno“ 1974; „The Verdict“ 1982; „Die Farbe des Geldes“ 1986; „Nobodys Fool“ 1994; „Im Zwielicht“ 1998; „Ein heißer Coup“ 2000; „Road to Perdition“ 2002.
  • Deutscher Titel: Die Katze auf dem heißen Blechdach
  • Original-Titel: CAT ON A HOT TIN ROOF
  • Land: USA
  • Jahr: 1958
  • Regie: Richard Brooks
  • Drehbuch: Richard Brooks, James Poe, nach dem Bühnenstück von Tennessee Williams
  • Kamera: William H. Daniels
  • Schauspieler: Elizabeth Taylor, Paul Newman, Burl Ives, Judith Anderson
Nach dem Bühnenstück von Tennessee Williams kommt im September 1958 »Die Katze auf dem heißen Blechdach«, ein glänzend besetztes Melodrama, in die Kinos. Zum 65. Geburtstag des schwer kranken Big Daddy (Burl Ives) kommt die Familie zusammen, u.a. auch sein Sohn Brick (Paul Newman) mit seiner Frau Maggie (Elizabeth Taylor). Brick hadert mit seinem Schicksal und sucht Zuflucht im Alkohol. Maggie kämpft um Bricks Liebe, erntet aber nur Sarkasmus.
Immer wieder kommt es zu heftigen Wortgefechten der Familie; sie heizen die Emotionen auf, bewirken aber nichts. In einer letzten Aussprache schreit Brick seinem Vater ins Gesicht, dass er von ihm nie wahre Liebe bekommen habe. Erschüttert finden beide über diesen Streit wieder zueinander, was auch Auswirkungen auf die Ehe von Brick und Maggie hat.
Neben Paul Newman (Oscar-Nominierung) glänzt Elizabeth Taylor als nervös-aggressive Maggie.
  • Deutscher Titel: Der Clou
  • Original-Titel: THE STING
  • Land: USA
  • Jahr: 1973
  • Regie: George Roy Hill
  • Drehbuch: David S. Ward
  • Kamera: Robert Surtees
  • Schauspieler: Paul Newman, Robert Redford, Robert Shaw, Charles Durning
  • Auszeichnungen: Oscars 1974 für Film, Regie, Drehbuch, Ausstattung, Kostüme, musikalische Bearbeitung, Schnitt
Dass »Der Clou« bei der Oscarverleihung 1974 seinem Namen alle Ehre macht, ahnt bei der Produktion noch keiner. Dabei hatte das Team Hill/Redford/Newman schon mit dem preisgekrönten Western »Zwei Banditen« (1969) Erfolg. »Der Clou« ist die originelle Variante dieses Musters: Die Freundschaft zweier liebenswerter Gauner ist Basis der Handlung.
Johnny (Robert Redford), ein kleiner Trickbetrüger, und Luther rauben versehentlich den Geldboten des Großgangsters Lonnegan aus. Lonnegans Männer töten daraufhin Luther. Zusammen mit seinem Kumpel Henry (Paul Newman) plant Johnny nun einen cleveren Coup, der Lonnegan endgültig ruinieren soll.
»Der Clou« bietet Unterhaltung vom Feinsten, darüber sind sich Kritiker und Publikum einig. Witz, gelungene Pointen, Spannung und nicht zuletzt die Musik tragen ihren Teil dazu bei.
  • Deutscher Titel: Flammendes Inferno
  • Original-Titel: THE TOWERING INFERNO
  • Land: USA
  • Jahr: 1974
  • Regie: John Guillermin, Irwin Allen (Action-Szenen)
  • Drehbuch: Stirling Silliphant, nach Romanen von Richard Martin Stern und Thomas N. Scortia/Frank M. Robinson
  • Kamera: Fred M. Koenekamp, Joseph Biroc
  • Schauspieler: Paul Newman, Steve McQueen, Faye Dunaway, William Holden, Fred Astaire
  • Auszeichnungen: Oscars 1975 für Kamera, Filmsong (»We may never love like this again«) und Schnitt; Golden Globe 1975 für Nebendarsteller (Fred Astaire)
Mit dem Schreckensfilm »Flammendes Inferno« etablieren sich die Katastrophenfilme im Kino, nachdem kurz zuvor schon »Erdbeben« das Publikum schockiert hatte.
In San Francisco wird der höchste Wolkenkratzer der Welt mit einer Party im 135. Stock eingeweiht. Das verheerende Unglück nimmt seinen Lauf, als in der 87. Etage des nur mangelhaft gesicherten Hochhauses ein Feuer ausbricht und den Gästen den Weg ins Freie abschneidet. Eine dramatische Rettungsaktion beginnt.
Katastrophenfilme hat es immer schon gegeben, besonders in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Krisen. Doch erst in den 70er Jahren bilden die »Desasterfilme« ein eigenes Genre, das von immensem Staraufgebot und großem technischen Aufwand bestimmt wird. Zugleich erlebt der Leinwandheld eine Renaissance: Ein einfacher Mensch wächst in Gefahr über sich hinaus und riskiert sein Leben für andere, bis nach Verlusten die Krise gemeistert und Probleme gelöst sind. George Seaton vereinigte erstmals in »Airport« (1968) die formalen und inhaltlichen Merkmale.
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