Wissensbibliothek

Weißrussland: Transitland zwischen Ost und West

Weißrussland
Amtlicher Name:
Republik Weißrussland
Fläche:
207 600 km²
Einwohner:
9,9 Mio.
Hauptstadt:
Minsk
Amtsprache(n):
Weißrussisch, Russisch
Währung:
1 Weißrussland-Rubel = 100 Kopeken

Geschichte

Wer gilt als »Europas letzter Diktator«?

Aleksander Lukaschenko (* 1954), der seit 1994 das Amt des Staatspräsidenten einnimmt und gegen den Widerstand der parlamentarischen Opposition ein autoritäres Präsidialregime errichtete. Nach Meinung des Westens finden in Weißrussland massive Menschenrechtsverletzungen statt. So sollen Oppositionelle ermordet, Medien zensiert und Wahlen manipuliert werden. Die Präsidentenwahlen 2006 wurden von westlichen internationalen Beobachtern fast einhellig als undemokratisch bezeichnet. Um bei dieser Wahl noch einmal antreten zu können, ließ Lukaschenko die Verfassung so ändern, dass die Amtszeiten für ihn nicht beschränkt sind.

Wirtschaft

Was bereitet der Landwirtschaft Sorgen?

Die Spätfolgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (Ukraine). 20–40 % der Ackerflächen gelten als radioaktiv verseucht. Stillgelegt wurden jedoch nur die am höchsten belasteten Flächen.

Malerei

Was verbindet Marc Chagall mit dem Land?

Der berühmte Maler, der 1923 endgültig nach Frankreich übersiedelte, wurde 1887 im weißrussischen Liosno bei Witebsk geboren. Seine visionären, von russischer Folklore und der Glaubensmystik des ostjüdischen Chassidismus inspirierten Darstellungen lehnten sich bis 1919 formal an den französischen Kubismus an. Neben Buchillustrationen entstanden zahlreiche Gemälde von märchenhaft-surrealem Reiz (Dorfszenen, Liebespaare u. a.).

Wussten Sie, dass …

in Brest an der Grenze zu Polen sämtliche Züge ein Umspurverfahren von der mitteleuropäischen auf die breitere russische Spurweite durchlaufen müssen?

T-Zelle
Wissenschaft

Warum Immuntherapien anfälliger für Infektionen machen

Immuntherapien gegen Krebs zielen darauf, das körpereigene Immunsystem gegen die Tumorzellen zu aktivieren. Zu den Nebenwirkungen zählt allerdings neben einem erhöhten Risiko für Autoimmunerkrankungen auch eine gesteigerte Anfälligkeit für Infekte. Ein Forschungsteam hat nun eine mögliche Erklärung für diesen unerwünschten Effekt...

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Wissenschaft

  Vom Leben und  Sterben der Arten

In den letzten rund 440 Millionen Jahren gab es fünf Massenaussterben. Forschende untersuchen, was den derzeitigen Artenschwund bewirkt. Sie liefern wichtige Erkenntnisse als Grundlage für Politik und Umweltschutz. Kompakt Es gibt viele Gründe für den Artenschwund. Doch künftig wird sich verstärkt die Erderwärmung auswirken....

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