Lexikon
Pạrther
iranischer Stamm im Südostbereich des Kaspischen Meeres. Zwischen 250 und rund 238 v. Chr. eroberten die Parner, ein ostiranischer Stamm, unter ihrem Anführer Arsakes die seleukidische Satrapie Parthava. Die eingedrungenen Parner erhielten aufgrund ihrer Niederlassung in Parthava den Namen Parther. Vermutlich um 247 v. Chr. wurde Arsakes zum König gekrönt und begründete die Dynastie der Arsakiden; die erste Hauptstadt wurde Nisa. Unter Mithridates I. wurde das Partherreich die Großmacht des Ostens, mit der die Römer in Armenien und Mesopotamien rund 300 Jahre lang zu kämpfen hatten. Vermutlich 141 v. Chr. wurde die Hauptstadt nach Ktesiphon am Tigris verlegt. Die Parther knüpften an das Vorbild der Achämeniden an, kulturell stand das Reich unter griechischem Einfluss. Im 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. wurde das Partherreich durch Bürgerkriege und mehrere römische Feldzüge erschüttert. 208 n. Chr. erhob sich Ardaschir I., ein Enkel des Feuerpriesters Sassan aus der Persis (heutige Provinz Fars), tötete 224 den letzten Partherkönig Artabanos V. und errichtete die Herrschaft der Sassaniden.
Wissenschaft
»Es ist ein Informationswettstreit«
Ruben Bouwmeester von der Deutschen Welle sieht sich als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Medien, der Desinformationen mit Verstand und KI bekämpft. Das Gespräch führte Nikolaus Fecht Herr Bouwmeester, was steckt hinter dem System „Truly Media“? Dies ist eine 2017 vom griechischen Athens Technology Center (ATC) und der...
Wissenschaft
Ultraharte Weichtier-Zähne
Sie sind härter als Stahl, widerstandsfähig gegen Abnutzung und wachsen alle paar Tage nach: Diese Eigenschaften machen die Zähne der Käferschnecke nicht nur für die Biologie, sondern auch für die Materialforschung interessant. Eine Studie hat nun aufgedeckt, wie die Meeresweichtiere ihre Zähne mit Hilfe spezialisierter Proteine...