Lexikon
Pfahlbauten
zum Schutz gegen Überfälle, Ungeziefer, wilde Tiere und Hochwasser auf hohen, von Pfählen getragenen Plattformen errichtete Wohn- und Vorratsbauten im Uferwasser von Seen und Flüssen, an Meeresküsten oder in Sumpfgebieten, auch als geschlossene Pfahlbaudörfer. In West- und Ostafrika, Südamerika, Südostasien verbreitet. – Auch die Reste von Holzpfosten, die man zusammen mit vorgeschichtlichen Hinterlassenschaften im Uferschlamm schweizerischer und süddeutscher Seen fand, wurden, da sie bei normalem Wasserstand im See liegen, als Pfahlbauten gedeutet. Neuere Untersuchungen ergaben aber, dass in trockenheißen Klimaperioden der Wasserstand der Seen niedriger war und dass es sich daher um normale, in ebenerdiger Bauweise am Seeufer errichtete Dörfer handelt, die erst in späteren Perioden von steigendem Wasser überflutet wurden. Sie stammen überwiegend aus der Jungsteinzeit und der Urnenfelderzeit.
Wissenschaft
Mit der Maschine auf Du und Du
Vor zwei Jahren wurden Chatbots wie ChatGPT zu eloquenten Antwortmaschinen, Bildgeneratoren erschufen nach Texteingaben fast perfekte Bilder. Nun machen solche Systeme der Künstlichen Intelligenz aus Robotern smarte Maschinen, die eigenständig Aufgaben lösen können. von ULRICH EBERL Seit über einem Jahrhundert ist das Deutsche...
Wissenschaft
Fossilfund belegt weite Verbreitung des Paranthropus
Der Paranthropus war ein Verwandter unserer vormenschlichen Vorfahren. Jetzt haben Forschender mehr als 1000 Kilometer nördlich des bisher angenommenen Verbreitungsgebiets einen fossilen Kiefer gefunden, der sich eindeutig dem Paranthropus zuordnen lässt. Damit reiht sich auch diese Gattung in die zahlreichen Homininen ein, die...