Lexikon
Phytohormọne
[
Pflanzenhormonegriechisch
]chemisch-organische Substanzen der Pflanzen, die von ihrem Bildungsort entfernt in sehr geringen Konzentrationen ihre Wirkung entfalten. Phytohormone des Streckungswachstums sind die Auxine; sie werden vornehmlich in jungen Blättern, in sich entwickelnden Knospen und in Früchten gebildet und von dort in der Pflanze in Richtung auf die Wurzeln transportiert. Sie regen das Wachstum der Pflanze und zuweilen auch die Zellteilung in den unter dem Bildungsort gelegenen Geweben an. Die Auxine verursachen auch die Krümmungsbewegungen von Pflanzen (Tropismus). Am weitesten verbreitet ist das Heteroauxin (Indolylessigsäure). – Wohl stets im Zusammenspiel mit den Auxinen wirken die Giberelline; sie beeinflussen ebenfalls das Streckungswachstum und können Riesenwuchs erzeugen. – Als Antagonisten der Auxine wirken die Cytokinine; sie regen die Zellteilung an und bewirken die Entwicklung von Knospen. – Für das Wachstum der Wurzeln sind die besonders in den Blättern gebildeten Verbindungen Thiamin und Nicotinsäure nötig. Überwiegend hemmend wirkende Phytohormone sind die Abscisinsäure, das Blühhormon und das Fruchtreifungshormon.
Wissenschaft
Eine flüchtige Hülle
Wie die Erde zu ihrer ersten Atmosphäre kam. Von THORSTEN DAMBECK Gemessen an der Lebensspanne eines Menschen wirken sowohl die Sonne als auch unsere Erde wie unveränderliche Konstanten, die schon immer existiert haben. Doch vor etwa fünf Milliarden Jahren war das, was wir heute unser Sonnensystem nennen, nichts weiter als eine...
Wissenschaft
Die Nano-Zitze
Nanostrukturiertes Wolframsemikarbid wird breiter, wenn man es in die Länge zieht. Das ist vielversprechend für die Entwicklung neuartiger Sensoren, etwa für den Einsatz in der Luftfahrt. von DIRK EIDEMÜLLER Sogenannte auxetische Materialien gehören zu den Sonderlingen in der Materialwissenschaft: Wenn man sie in die Länge zieht...