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LEXIKON

Reinerová

Lenka, tschechische Schriftstellerin und Journalistin, * 17. 5. 1916 Prag,   27. 6. 2008 Prag; galt als letzte Vertreterin der deutschsprachigen Literatur in Prag; 1939 Flucht nach Frankreich, gelangte nach Verhaftung und Internierung 1941 nach Mexiko; dort Mitarbeiterin verschiedener Exilzeitschriften; Bekanntschaft u. a. mit Egon Erwin Kisch und Anna Seghers; seit 1948 wieder in Prag, wo sie Opfer der stalinistischen Säuberungen wurde; 1964 Rehabilitation; trat für einen neuen, demokratischeren Kommunismus ein und wurde daraufhin 1968 aus der KP ausgeschlossen sowie mit Schreib- und Publikationsverbot belegt; ihre Wiederentdeckung als Schriftstellerin erfolgte ab 1989; legte in ihren Romanen und Erzählungen Zeugnis über Geschichte und Schicksal ihrer Generation sowie über die jüdisch-deutsche Kultur in Prag ab; Werke u. a.: „Das Traumcafé einer Pragerin“ 1996; „Mandelduft“ 1998; „Zu Hause in Prag, manchmal auch anderswo“ 2000; „Alle Farben der Sonne und der Nacht“ 2003; „Das Geheimnis der nächsten Minuten“ 2007.
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