Lexikon
Reizbewegungen
durch physikalische oder chemische Faktoren ausgelöste Bewegungen, die meist auf besondere Organe beschränkt sind. – Freie Ortsbewegung ist bei Einzellern, vielen Algen, niederen Pilzen, Moosen, Farnen und primitiven Nadelgehölzen anzutreffen und meist auf Fortpflanzungszellen beschränkt. Die Schwimm- oder Kriechbewegung kann durch Reize gerichtet werden (Taxis). Bei positiver Taxis liegt Anlockung vor, bei negativer Taxis eine Flucht. Je nachdem, ob ein Schwerkraft-, Licht-, Erschütterungs- oder chemischer Reiz wirksam ist, spricht man von Geo-, Foto-, Seismo- oder Chemotaxis. Bei Samenpflanzen sind die Reizbewegungen beschränkt auf z. T. sehr langsame Änderungen der Lage von Blättern, Sprossen oder Wurzeln. Derartige Reizbewegungen, die positiv oder negativ zur Reizquelle gerichtet sind, heißen Tropismen (Tropismus). Vom Bau der Pflanze, nicht von der Reizrichtung abhängig sind die Nastien.
Augentierchen (Grünes)
Grünes Augentierchen
Geißeltierchen sind die ursprünglichsten Einzeller. Durch diese Gruppe läuft die Grenze zwischen Pflanzen- und Tierreich. Die abgebildeten Grünen Augentierchen (Euglena viridis) sind streng genommen eigentlich Pflanzen.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Wissenschaft
Ein Erdbeben änderte einst den Verlauf des Ganges
Gewaltige Erschütterungen prägten einst einen mächtigen Strom Asiens: Vor 2500 Jahren hat ein schweres Erdbeben abrupt den Hauptkanal des Ganges im heutigen Bangladesch verlagert, geht aus einer Studie hervor. Dies war wohl mit weiträumigen Überflutungen in der Deltaregion verbunden. Ein erneutes Ereignis dieser Art würde sich in...
Wissenschaft
Projektifizierte Forschung
Wer forscht, braucht Geld. Doch bevor Bund, Länder und EU oder die Deutsche Forschungsgemeinschaft eine Förderung bewilligen, müssen die Forscherinnen und Forscher sie mit Projektanträgen von ihren Themen überzeugen. Um Fördergelder zu bekommen, sind die Wissenschaftler folglich gezwungen, ihre Ideen und Vorhaben stets in...