Lexikon
Rückfallfieber
Rekurrensfieber; Febris recurrensfieberhafte, anzeigepflichtige Infektionskrankheiten, die durch Bakterien (Borrelien) hervorgerufen werden. Läuse übertragen ein nur noch in kälteren Gegenden Afrikas (besonders Äthiopien), Asiens und Südamerikas vorkommendes Rückfallfieber (Erreger: Borrelia recurrentis), während die Erreger der anderen Formen von Zecken übertragen werden und in den warmen Gebieten Afrikas, Süd- und Zentralasiens, Amerikas und im Vorderen Orient auftreten. Nach einer Inkubationszeit von 4–7 (3–12)·Tagen kommt es zu hohem Fieber (41 °C), das mit fieberfreien Intervallen abwechselt und von Kopf-, Glieder- und Rückenschmerzen sowie Leber- und Milzvergrößerung begleitet wird. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Rückfallfieber hinterlässt keine dauernde Immunität.
Wissenschaft
Kein Kollaps im Paradies auf Erden
Ostern 1722 sind niederländische Seefahrer irgendwo zwischen dem südamerikanischen Kontinent und Neuseeland auf eine Insel gestoßen, die als einsamster Ort der Erde bekannt wurde. Denn sie liegt am weitesten von jeder anderen menschlichen Siedlung entfernt. Die Niederländer gaben dem kleinen Flecken Land im riesigen Meer den...
Wissenschaft
Ferne Welten aus der Vogelperspektive
Ingenuity, der erste Helikopter auf dem Mars, hat gut 1.000 Tage lang die Erforschung des Planeten beflügelt. Auch andernorts im Sonnensystem wird der Flugverkehr zunehmen. von THORSTEN DAMBECK Es klang wie eine Todesanzeige, als das Wissenschaftsmagazin nature seinen Lesern im Februar 2024 mitteilte: „Ingenuity, das erste Gerät...