Lexikon
Ruhrfestspiele
Ruhrfestspiele Recklinghausenvon den Gewerkschaften getragene, seit 1947 jährlich stattfindende Festspiele in Recklinghausen mit Schauspielaufführungen, Konzerten, Kunstausstellungen.
Hamburger Schauspieler, die im Winter 1946 ins Ruhrgebiet fuhren, um Kohle für ihre Theater zu erbitten, revanchierten sich im folgenden Sommer bei den Bergleuten mit einem Gastspiel. Dies war der Beginn der Ruhrfestspiele Recklinghausen (Motto: „Kohle für Kunst – Kunst für Kohle“), die jährlich am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, eröffnet werden. Förderer waren Hans Böckler, erster Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Max Brauer, Erster Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, und Bundespräsident Theodor Heuss; erster Festivalleiter war Otto Burrmeister. 1965 erhielten die Festspiele ein eigenes Theater, das von 1996 bis 1998 zu einem Kongress- und Veranstaltungszentrum erweitert wurde. Unter der Leitung von Hansgünther Heyme wurden sie 1991 in „Europäisches Festival“ umbenannt, zu dem u. a. Regisseure wie Ariane Mnouchkine, Peter Brook, Robert Wilson und Maurice Béjart eingeladen wurden.
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