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LEXIKON

Heuss

Heuss, Theodor
Theodor Heuss
Theodor Heuss war Deutschlands erster Bundespräsident und hatte das Amt von 1949 bis 1959 inne.
Theodor, deutscher Politiker (FDP), * 31. 1. 1884 Brackenheim, Württemberg,  12. 12. 1963 Stuttgart; schloss sich früh dem Kreis um F. Naumann an, war 19051912 Redakteur der Zeitschrift „Hilfe“, 1920 Dozent an der Hochschule für Politik in Berlin; 19241928 Abgeordneter der Deutschen Demokratischen Partei im Reichstag, 19301933 Abgeordneter der Deutschen Staatspartei. Vom Nationalsozialismus ausgeschaltet, widmete Heuss sich ganz schriftstellerischer Arbeit. Seit 1908 war er verheiratet mit Elly Heuss-Knapp (* 1881,  1952).
1946 wurde Heuss Vorsitzender der von ihm gegründeten Freien Demokratischen Partei (FDP) in der US-Zone, 1945/46 Kultusminister in Württemberg-Baden. Als 1. Vorsitzender der FDP kam Heuss in den Parlamentarischen Rat, wo er entscheidenden Einfluss auf die Abfassung des Grundgesetzes hatte. Am 12. 9. 1949 wurde Heuss gegen K. Schumacher zum Bundespräsidenten gewählt, am 17. 7. 1954 ohne Gegenkandidat wiedergewählt, amtierte bis zum 12. 9. 1959.
Als Repräsentant der demokratisch-liberalen Traditionen Deutschlands gelang es Heuss, das Vertrauen des Auslands für die Bundesrepublik zu gewinnen.
Theodor-Heuss-Preis
Theodor-Heuss-Preis
Name des Preises: Theodor-Heuss-Preis
Gründungsjahr: 1964/1965
Vergabegremium: Theodor-Heuss-Stiftung zur Förderung der politischen Bildung und Kultur in Deutschland und Europa
Vergaberhythmus: alle 12 Jahre
Preisgeld: undotiert
Zweck: Der Preis wird für vorbildliches demokratisches Verhalten, Zivilcourage und besonderen Einsatz für das Allgemeinwohl verliehen
1965
  • Georg
    Picht
    ,
  • Aktion Sühnezeichen
1966
  • Marion Gräfin Dönhoff,
  • Bamberger Jugendring
1967
1968Gustav Heinemann
1969
1970Bürgeraktion zum Schutze der Demokratie
1971
  • Walter Scheel,
  • Aktion Menschen in Not
1972Alois Schardt
1973„Der mündige Bürger“
1974
  • Initiatvgruppe zur Betreuung ausländischer Kinder,
  • Initiativkreis ausländischer Mitbürger und die Spiel- und Lerngruppe Gastarbeiterkinder
1975Forum Regensburg
1976
  • Egon Bahr,
  • Burkhard Hirsch
1977
  • Karl Werner Kieffer,
  • Dieter Fertsch-Röver,
  • Modellversuch Berufseingliederung
1978Helmut Schmidt
1979Stadt Castrop-Rauxel
1980
1982Denkschrift der Kammer für öffentliche Verantwortung in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
1984Richard von Weizsäcker
1985Georg Leber
1986Werner Nachmann
1987
  • Klaus Michael Meyer-Abich,
  • Ralf-Dieter Brunowsky,
Lutz Wicke
1988
  • Walter Jens,
  • Inge Jens
1989Carl Friedrich von Weizsäcker
1990Hans-Dietrich Genscher
1991„Die friedlichen Demonstranten des Herbstes 1989 in der damaligen DDR“
1992Ausländerbeauftragte in den Bundesländern und kommunalen Körperschaften
1993Václav Havel
1994Der 25. Deutsche Evangelische Kirchentag in München
1995Hans Koschnick,Helmuth Rilling
1996Ignatz Bubis
1997Ralf Dahrendorf
1998Hans Küng
1999Jürgen Habermas
2000
  • Prof. Wolf Lepenies,
  • Andrei Pleşu
2001Wolfgang Thierse
2003Andreas Schleicher
2004Krzysztof Michalski
2005Human Rights Watch,Meinrad Miegel,Klaus Töpfer
2006James D. Wolfensohn
2007
  • Rita Süßmuth,
  • Mustafa Ceric
2008Gerhart Baum
Zu Heuss größeren Werken gehören: „Die neue Demokratie“ 1920; „Politik. Ein Nachschlagebuch für Theorie und Geschichte“ 1927; „Hitlers Weg“ 1932; Biografien über Friedrich Naumann (1937), Hans Poelzig (1939), Justus von Liebig (1942) und Robert Bosch (1946); „Zur Kunst dieser Gegenwart“ 1956; Erinnerungen.
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