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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

Laser

La|ser
[lɛızə(r)]
m.
5
Gerät zum Erzeugen stark gebündelter Lichtstrahlen
[Kurzw. < 
engl.
light amplification by stimulated emission of radiation
„Lichtverstärkung durch angeregte Aussendung von Strahlung“]
Laser:
Das Wort kommt aus dem Englischen und ist ein Akronym, also eine Zusammensetzung aus den ersten Buchstaben der Ursprungsbezeichnung:
light amplification by stimulated emission of radiation
. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Lichtverstärkung durch angeregte Emission von Strahlung“. Dabei wird das Licht verschiedener Wellenlängen gebündelt und in einen energiereichen Strahl von gleicher Wellenlänge umgewandelt. Die Grundlagen dieser Technik wurden in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts in den USA entwickelt; 1960 baute der amerikanische Physiker Theodore Harold Maiman den ersten
Rubinlaser
.
Lasertechnik
wird seither auf unterschiedlichsten Gebieten angewendet, wie beispielsweise Wirtschaft, Technik und Waffentechnik, Wissenschaft und Medizin. 1970 fand in München bei den Opernfestspielen die erste
Lasershow
der Welt statt. Lasershows entwickelten sich seither zu einer eigenständigen Kunstform. Allgemein geläufig wurde die Lasertechnik nicht zuletzt auch durch die Anfang der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts entwickelte CD: Hier tastet an Stelle der Saphirnadel des Schallplattenspielers ein
Laserstrahl
den Tonträger ab. Zum Computerzubehör gehört der
Laserdrucker
. Ein Zweig der modernen Medizin schließlich ist die
Laserchirurgie
geworden, die beispielsweise zur Behandlung der Netzhaut oder von Wunden eingesetzt wird. Ihr ist wahrscheinlich auch das Verb
lasern
zu verdanken: Jemand wird gelasert oder lässt sich
lasern
.
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