Lexikon
Schießbefehl
im allgemeinen Sprachgebrauch der systematischen Einsatz von Schusswaffen an der innerdeutschen Grenze zur Verhinderung „illegaler“ Grenzübertritte. Entsprechende Vorfälle mit Todesfolge gab es seit 1948 in der Sowjetischen Besatzungszone, v. a. aber seit dem Bau der Mauer 1961. Für den Waffeneinsatz gegen DDR-Flüchtlinge gab es zunächst nur mündliche Befehle, eine offizielle Legitimierung erfolgte erst 1982 durch das „Grenz-Gesetz“ (§213 StGB DDR). Bis 1989 starben über 1000 Menschen beim Versuch, die Grenze zu überqueren. Nach der Wiedervereinigung kam es in so genannten Mauerschützenprozessen zu Gerichtsverhandlungen gegen ehemalige Mitglieder des Politbüros und des Nationalen Verteidigungsrates sowie gegen Grenzsoldaten.
Wissenschaft
Das Wispern des Weltalls
Was Gravitationswellen jetzt vom Universum verraten. Ein neuer Katalog mit den jüngsten Datenanalyen der LIGO-Messungen gibt Aufschluss. von RÜDIGER VAAS Es war eine der größten Entdeckungen der letzten Dekaden: der direkte Nachweis von Gravitationswellen aus dem fernen Weltall. Als er zum ersten Mal bekannt gegeben wurde – ein...
Wissenschaft
Das Dunkle nach der Aufklärung
Denn die einen sind im Dunkeln. Und die anderen sind im Licht. Und man siehet die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht.“ So verkündete es Bertolt Brecht in der Dreigroschenoper, in der es um das Elend des menschlichen Alltags ging. Ebenso lassen sich diese Zeilen aber auch auf die Philosophie der Aufklärung beziehen, […]...