Lexikon

Schuldrama

das für Lateinschulen bestimmte, vorwiegend protestantische Schauspiel des Humanismus und Barock, zunächst in lateinischer Sprache zur Einübung von Rhetorik, dann zur Verbreitung christlicher und humanistischer Grundsätze verfasst; behandelte im Gegensatz zum geistlichen Drama des Mittelalters auch Stoffe aus der Antike (Seneca, Plautus, Terenz). Verfasser bekannter Schuldramen waren J. Reuchlin, G. Gnapheus, G. Macropedius, P. Rebhun, T. Naogeorg, S. Birck, J. Agricola, C. Weise. Seit der Reformation wurde das Schuldrama zur Austragung konfessioneller Streitigkeiten und zur religiösen Propaganda benutzt, dem deutschsprachigen reformatorischen Schuldrama stand das lateinische Jesuitendrama gegenüber.
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Alkoholkonsum bei Tieren häufiger als gedacht?

Torkelnde Elefanten, unkoordinierte Affen und desorientierte Elche – im Internet kursieren zahlreiche Videos von betrunkenen Tieren. Dennoch galt Alkoholkonsum im Tierreich bislang eher als eine Ausnahme. Eine neue Studie argumentiert nun, dass Ethanol seit Jahrmillionen in den meisten Ökosystemen natürlich vorkommt, vor allem in...

Pok-Ta-Pok-Spiel
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Spiel(e) des Lebens

Wenn Paris in diesem Sommer im olympischen Goldrausch schwelgt, denkt vermutlich niemand mehr an jene Athleten der Vormoderne, die auf dem Spielfeld getötet und den Göttern geopfert wurden. von ROLF HESSBRÜGGE Das Feld, auf dem über Leben und Tod entschieden wurde, misst rund 135 mal 90 Meter. Unterteilt ist es ähnlich wie der...

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