Lexikon

Spieltheorie

von J. von Neumann entwickelte Theorie, die die mathematischen Zusammenhänge für optimales Verhalten (Strategie) in Wettbewerbssituationen, kurz mathematische Spiele genannt, behandelt. Im Gegensatz zu reinen Glücksspielen, wie etwa dem Roulette, hängt der Ausgang von strategischen Spielen ausschließlich oder zumindest zum Teil von dem Verhalten aller Spieler ab. Jede mögliche Aktion führt zu einer Bewertung des Spielresultates, die den Gewinn oder Verlust des Spiels misst. Eine Auszahlungs- oder Gewinnfunktion legt für jeden Spieler Pi in Abhängigkeit von seiner gewählten Aktion (Strategie) die mögliche Auszahlung Ai fest; ist in einem n-Personenspiel die Summe über alle Auszahlungen gleich Null, so nennt man das Spiel ein Nullsummenspiel. Das Ziel der Spieltheorie ist es vor allem, die für einen Spieler optimale Strategie mit dem höchsten Gewinn zu finden. Die Spieltheorie findet u. a. in vielen Fragen der Wirtschaftswissenschaften und auch der militärischen Planung Anwendung.
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