Lexikon
Spieltheorie
von J. von Neumann entwickelte Theorie, die die mathematischen Zusammenhänge für optimales Verhalten (Strategie) in Wettbewerbssituationen, kurz mathematische Spiele genannt, behandelt. Im Gegensatz zu reinen Glücksspielen, wie etwa dem Roulette, hängt der Ausgang von strategischen Spielen ausschließlich oder zumindest zum Teil von dem Verhalten aller Spieler ab. Jede mögliche Aktion führt zu einer Bewertung des Spielresultates, die den Gewinn oder Verlust des Spiels misst. Eine Auszahlungs- oder Gewinnfunktion legt für jeden Spieler Pi in Abhängigkeit von seiner gewählten Aktion (Strategie) die mögliche Auszahlung Ai fest; ist in einem n-Personenspiel die Summe über alle Auszahlungen gleich Null, so nennt man das Spiel ein Nullsummenspiel. Das Ziel der Spieltheorie ist es vor allem, die für einen Spieler optimale Strategie mit dem höchsten Gewinn zu finden. Die Spieltheorie findet u. a. in vielen Fragen der Wirtschaftswissenschaften und auch der militärischen Planung Anwendung.
Wissenschaft
Wie sich Menschenmassen bewegen
Dicht gedrängte Menschenmengen entwickeln eine Eigendynamik, die zu einer tödlichen Gefahr werden kann. So wurden 2010 bei der Loveparade in Duisburg 21 Menschen zu Tode gequetscht und hunderte weitere schwer verletzt. Bisher galten die kollektiven Bewegungsmuster solcher Mengen als chaotisch und unvorhersehbar. Doch eine Studie...
Wissenschaft
Algen und Pilze auf dem Mars?
Seltsame Strukturen auf vielen Fotos der NASA-Rover geben Anlass zu Spekulationen über außerirdisches Leben. von RÜDIGER VAAS Als der Dresdner Geologe Ernst Kalkowsky 1908 vermutete, bestimmte geschichtete und knollige Steine im rund 250 Millionen Jahre alten norddeutschen Buntsandstein wären durch Lebewesen gebildet worden,...