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LEXIKON

Superstring-Theorie

von J. Schwarz, M. Green u. a. entwickelte Quantentheorie der Elementarteilchen, nach der winzige, aber nicht punktförmige vibrierende Saiten (englisch strings) in einer 10-dimensionalen Raum-Zeit die fundamentalen Bausteine der Materie sind. Die Strings können wie die Saiten einer Geige in verschiedenen „Obertönen“ schwingen und damit die bekannten Elementarteilchen erzeugen. Jedes Elementarteilchen soll sich nach dieser Vorstellung als bestimmter Schwingungszustand eines Strings interpretieren lassen. Die Strings, die offen oder geschlossen sein können, haben eine charakteristische Länge von nur etwa 10-35 m.
Die Vorsilbe „Super“ in „Superstring“ besagt, dass die Superstring-Theorie supersymmetrisch ist, d. h. für jedes Fermion (Spin halbzahlig) unter den Elementarteilchen gibt es ein zugehöriges Boson (Spin ganzzahlig) und umgekehrt. Den hypothetischen supersymmetrischen Partner z. B. des Photons nennt man Photino, den des Gravitons Gravitino und den des Elektrons Selektron.
Die Superstring-Theorie gilt als aussichtsreicher Kandidat für eine „Große Vereinheitlichte Theorie“, die sämtliche Elementarteilchen und Naturkräfte einschließlich der Gravitation beschreibt. Eine experimentelle Bestätigung der Vorhersagen der Superstring-Theorie steht derzeit noch aus.
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