Lexikon

Vedạnta

[der; sanskritisch, Ende des Veda]
zunächst Bezeichnung der Upanishaden; später eines der 6 Systeme der hinduistischen Philosophie, in dem die Upanishaden-Lehre neu interpretiert wird. Der älteste systematisch-philosophische Text des Vedanta sind die Brahmasutras des Badarayana (2. oder 3. Jahrhundert n. Chr.). Die beiden Formen des Vedanta sind Advaita-Vedanta („Zweitlosigkeit-Vedanta“) und Dwaita-Vedanta („Zweiheits-Vedanta“). Ersterer vertritt die monistische Lehre von der restlosen Einheit aller Realität und wurde besonders von Shankara entwickelt. Der Dwaita-Vedanta behauptet die Verschiedenheit von Gott und Welt; Hauptvertreter waren Ramanuja und Madhva.
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