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LEXIKON

Vishnu

[ˈviʃ-]
Wischnu; Narayana; Hari
indische Gottheit, schon in der vedischen Religion bekannt, jedoch entwickelte sich der Glaube an Vishnu als den gnädigen Herrn erst im Hinduismus. Seine zehn Erscheinungsformen (awatara) in verschiedener Gestalt (z. B. als Fisch, Löwe, Eber, in menschlicher Gestalt als Rama und Krishna) ermöglichten die Einbeziehung ursprünglich selbständiger Kulte in die Vishnu-Religion. So wurde Vishnu vor allem Gegenstand der Bhakti-Frömmigkeit im Hinduismus. Vishnus Gemahlin ist Lakshmi. Die Religion der Vishnu-Gläubigen ist monotheistisch. Die Erlösung von der unheilvollen Bindung an den Geburtenkreislauf (samsara) wird hier nicht durch eigene Werke, sondern allein durch die Gnade Vishnus gewonnen. Die Bhagavadgita ist das wichtigste literarische Dokument des Vishnu-Glaubens.
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Eine Religion mit vielen Gesichtern

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